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23.Oktober 2011
Manufaktur steht für handgemacht, also für individuelle, mit Liebe und Sorgfalt hergestellte Produkte. Die Liebhaber solcher Produkte kommen alljährlich beim Manufakturtag der Weinmanufaktur Untertürkeim auf ihre Kosten. „Wein, Leckeres und Erlesenes“ heißt in diesem Jahr das Motto des Manufakturtages, der am 23. Oktober stattfindet. Es ist bereits der achte derartige Genießertreff in der Untertürkheimer Kelter, und was 2004 ganz bescheiden mit fünf Manufaktur-Betrieben begann, ist heute bei Besuchern wie Ausstellern „gesetzt“.
Fast alle Aussteller wollen im nächsten Jahr wiederkommen, die Veranstalter legen aber Wert darauf, dass stets auch „Newcomer“ dabei sind und die Mischung zwischen „guten alten Bekannten“ und Neulingen stimmt. So feiert auch in diesem Jahr ein Teil der 15 Aussteller – für mehr reicht der Platz in der Kelter nicht – seine Manufakturtag-Premiere. Zum Beispiel „Tante Inges Manufaktur“, die ausschließlich ausgefallene regionaltypische Bio-Erzeugnisse anbietet. Das Spektrum reicht von der hällischen Senfsaat bis zum mit der Hand geernteten Sel de Guérande aus der Bretagne.
Grundlage für die Essige, Konfitüren und Sirups der Essigwerkstatt Angelika Müller sind ungespritztes Obst von Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb und des Schönbuchrands (Äpfel, Birnen, Quitten, Zwetschgen, Mirabellen), sowie Beeren aus Stuttgarter Gärten sowie Wildfrüchte, wie Holunderbeeren, Ebereschen und Hagebutten, die zum Teil noch mit Wildblüten, Honig und Gewürzen verfeinert werden.
Auf frische Zutaten von regionalen Erzeugern setzt auch „SUUPS Suppenmanufaktur“. Bei ihrer „Suppe aus dem Glas“ verzichtet sie vollständig auf Glutamat und Geschmacksverstärker, zudem werden gluten- und laktosefreie Suppen angeboten. Die fast vergessene Produktionsweise aus Großmutters Zeiten, das „Einkochen“, macht die Suppen ohne jegliche Konservierungsstoffe haltbar.
Neu in der „Süßwarenabteilung“ des Manufakturtages ist „Chocolato.de – Dein Internet-Chocolatier“ Die Pralinen werden mit viel handwerklichem Geschick, Liebe und Leidenschaft gefertigt und können – samt Grußkarte – zu jedem gewünschten Termin geliefert werden. Dabei lassen sich je nach Geschmack individuelle Pralineneditionen zusammenstellen.
Einen völlig neuen Akzent setzt bei seiner Premiere „Lia loves Ju“. Ein junges, in jeder Hinsicht außergewöhnliches Modelabel aus Untertürkheim, das sich auf Mode für junge Leute fokussiert hat. Dabei entsteht – inspiriert durch eine fiktive Muse namens Lia – zuerst eine Geschichte, die dann die jeweilige Kollektion prägt und begleitet. So entsteht faszinierende „fashion für growing up girls” – feminin, sexy, cool und elegant.
Mit „Allerlei Krimskrams“ kommt nach eigener Aussage „Heike Krämer Schmuck“ auf den Manufakturtag. Das Angebot reicht von Ketten aus Halbedelsteinen, Muschelkern- oder Glasperlen mit Silber und Goldelementen bis zu Armbändern, Ohrhängern und Charm-Anhänger in allen Variationen.
Nach einer einjährigen „Kunstpause“ ist sie zur Freude ihrer vielen Fans wieder dabei: Die Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat. Bekannt für ihre spektakulären Birnen-Schaumweine wie den aus der Champagnerbratbirne. Hinzu kommt Hochprozentiges aus heimischen Früchten von den Streuobstwiesen am Albtrauf.
Die Glasmanufaktur Greiner präsentiert erstmals Vorführungen ihrer mobilen Werkstatt. Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem „Waldglas“-Produkte wie Weingläser Henkelflaschen oder Traditionsbecher. Beim Christbaumschmuck und den Glasvögeln der Glasmanufaktur handelt es sich ausnahmslos um in liebevoller Handarbeit entstandene Kostbarkeiten.
Auf Hand- und Maßarbeit setzt auch die Schreinerei Zürn. Sie plant, fertigt und montiert Möbel, Küchen, Bäder, Einrichtungen, Böden, Decken, Treppen und Gleittüren. Individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst.
In der „Feinkostabteilung“ des Manufakturtreffens begegnen die Besucher vielen alten Bekannten wieder. Zum Beispiel „Jäger Karl göbel“ aus Göppingen mit seinen Wildspezialitäten wie geräuchertes Wildbret, Wurstwaren wie Wildknacker oder -salami, Wildschwein- und Rehpastete. Hinzu kommen Holzofenbrot sowie Williams-Spirituosen von einem befreundeten Biolandwirt von der Alb.
Zur einer „Manufaktur-Tag-Institution geworden ist Imker Peter Pfeifle, der auch jeden Freitag auf dem Stuttgarter Bio-Wochenmarkt am Wilhelmsplatz seinen Honig verkauft.
Aus Plüderhausen kommt erneut die RSM, die Remstäler Senfmanufaktur. Mehr als 30 verschiedene Senfsorten umfasst ihr Sortiment. Allesamt Produkte, die nach höchsten Qualitätsstandards in Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail hergestellt werden.
Die Förderung der Integration von Arbeitslosen hat sich die „Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung“ zur Aufgabe gemacht. Zu ihren hochwertigen Bio-Käsespezialitäten und Milchprodukten gehört seit Juni 2011 auch ein Eis, das nach handwerklicher Tradition aus der Milch der eigenen Schafe hergestellt wird.
Aus dem Kreis Schwäbisch Hall kommt die Dorfkäserei Geifertshofen, die frische Heumilch zu reinem Naturkäse verarbeitet. Als Bioland-Käserei verzichtet sie dabei selbstverständlich auf chemische Hilfsmittel und Gentechnik und setzet auf Milch von Bioland- und Demeter-Bauern aus dem schwäbischen Wald und Hohenlohe.
Und natürlich ist auch der Hausherr dabei: Mit einem Komplettangebot ihrer Top-Weine demonstriert die Weinmanufaktur Untertürkheim wieder einmal, warum sie mittlerweile als Deutschlands Genossenschaft Nummer eins gilt.
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